Elektronische Grundschuld
Entwicklung eines Prototyps durch Bundesnotarkammer und Kreditinstitute
Die Bundesnotarkammer hat in Zusammenarbeit mit Kreditinstituten ein System entwickelt, mit dem das Verfahren der Grundschuldbestellung zwischen Bank und Notar elektronisch abgewickelt wird. Das Kreditinstitut erfasst die für die Grundschuldbestellung notwendigen Informationen im Format XML und sendet sie verschlüsselt an den Notar. Die von der weit überwiegenden Mehrheit der Notarinnen und Notare verwandte Software XNotar importiert die Informationen aus dem Postfach des Notars.
Der Notar überprüft und korrigiert die Daten erforderlichenfalls anhand einer aktuellen Grundbucheinsicht. Für das Projekt wird ein einheitliches Grundschuldbestellungsformular verwendet. Aus diesem in XNotar hinterlegten Formular und den überprüften und wenn nötig korrigierten Daten der Grundschuldbestellung erstellt das Programm den Entwurf einer Grundschuldbestellungsurkunde, die wie üblich in Papierform beurkundet wird.
Nachdem der Notar etwa erforderliche weitere Änderungen in die XML-Strukturdaten eingearbeitet hat, erstellt er eine elektronische beglaubigte Abschrift und sendet sie mittels "Notarmail" (Kommunikationssystem der Bundesnotarkammer) mit den Strukturdaten an das Kreditinstitut.
Eine Entscheidung darüber, ob das Grundschuldprojekt fortgesetzt und das System im Echtbetrieb eingesetzt wird, ist im ersten Halbjahr 2008 zu erwarten.
Letztes Update 12.12.2007 | Arbeitsgemeinschaft der Notarkammern des Anwaltsnotariats

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